«Zwingli» in der Kirche Dinhard - 28. Februar

Bild wird geladen...
Herzlich lädt die Ortskirchenkommission am 28. Februar um 19.30 Uhr zur Vorführung des Kinofilmes «Zwingli» (2019) in die Kirche Dinhard ein, anschliessend Apéro im Chorraum.
Jürgen Terdenge,
Zum Film:
Zürich im Jahr 1519. Die junge Witwe Anna Reinhard (Sara Sophia Meyer) lebt ein karges Leben zwischen Furcht vor der Kirche und Sorgen um die Zukunft ihrer drei Kinder, als die Ankunft eines Mannes in der Stadt für Aufruhr sorgt: Der junge Priester Ulrich Zwingli (Max Simonischek) tritt seine neue Stelle am Zürcher Grossmünster an und entfacht mit seinen Predigten gegen die Missstände der Katholischen Kirche heftige Diskussionen. Zwinglis revolutionäre Gedanken machen Anna Angst. Als sie aber beobachtet, wie Zwingli Nächstenliebe lebt und nicht nur predigt, gerät sie mehr und mehr in seinen Bann. Doch Zwinglis Erfolg wird rasch gefährlich. Seine Ideen lösen beinahe einen Bürgerkrieg aus, und gleichzeitig entbrennt im inneren Zirkel der Bewegung ein Kampf um Macht und Deutungshoheit. Als sich die katholischen Kräfte international zu formieren beginnen, wird die Beziehung von Zwingli und Anna auf eine harte Probe gestellt.

Hintergrund:
Was Zwingli tat, hat die Gesellschaft bis heute tiefgreifend verändert. Zwinglis Wirken legte nicht nur den Grundstein für das heutige Sozialwesen, auch Religion und Rationalität fanden in einem neuartigen Bildungswesen eine wegweisende Verbindung. Werte wie Innovation, Solidarität und Offenheit bildeten nicht nur die Basis für die Durchsetzung der Reformation, sondern sind noch heute – 500 Jahre später - topaktuelle Themen.
Im Film „ZWINGLI“ wird Zwinglis Leben nicht nur aus seiner, sondern auch aus der Perspektive seiner Ehefrau Anna erzählt und reflektiert. Anna, die zu Anfang unserer Geschichte, die mit Zwinglis Antritt am Zürcher Grossmünster seinen Lauf nimmt, sehr stark dem Katholischen Glauben verbunden ist, wird in der Entwicklung am eigenen Leib erfahren, was Wandel zur Selbstbestimmung bedeutet. Dem Aufruf des reformatorischen Glaubenssatzes „Solo Scriptura“ folgend, wandelt sich Anna von einer passiven zu einer aktiven Frau; eine Frau, die in der Lage ist, Ihre Ängste abzulegen, ihre Stärken anzuerkennen und mit Verstand und Ratio ihr Leben zu bestimmen – mit all den damit verbundenen Höhen und Tiefen. Gemeinsam mit Anna erleben wir Zwingli als komplexen Mann und Menschen, der weit mehr ist als eine historische Figur. Und zudem ganz und gar nicht jenem Zwingli-Bild entspricht, welches ein Großteil der Menschen in sich trägt. Diese für die Schweiz so wichtige historische Figur wird nahbar und übersetzt sich auf erzählerisch gekonnte Weise ins Gegenwärtige. „ZWINGLI“ wird so zu einem Film über Mut und Visionen; ein Film über den Kampf für die eigenen Ideale und über die Frage, ab welchem Zeitpunkt man noch für die Sache kämpft, oder sich bereits selber verrät.

Diese und weitere Informationen und alle Bilder unter: https://www.zwingli-film.com/
Eintritt frei – Kollekte am Ausgang zur Deckung der Unkosten


Gesprächsabende zum Zwinglifilm
- Im Nachgang zur Vorführung des Zwinglifilms in der Kirche in Dinhard werden zwei Gesprächsabende unter der Leitung von Pfarrer Jürgen Terdenge angeboten:
Donnerstag, 20. März, 19.30 Uhr im Petronellakeller: «Täufer und Toleranz»
Donnerstag, 2. April, 19.30 Uhr im Petronellakeller: «Freiheit und Verantwortung»
Wir schauen jeweils einige Szenen aus dem Spielfilm "Zwingli" und widmen uns denn dem angegebenen Thema und seiner Bedeutung damals und heute.
Wir laden herzlich zu beiden Gesprächsabenden ein. Die Ortskirchenkommission Dinhard und Pfarrer Jürgen Terdenge, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Zwinglifilm
29.01.2020
15 Bilder