Bericht aus dem Beachcamp

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Sonne im Gesicht, Sand überall und garantiert zu wenig Schlaf: Wir berichten direkt aus dem Beachcamp – authentisch, kurz und mitten aus dem Lagerleben.
Jana Peyer
Samstag, 03.10.26

Kurz vor acht am Morgen, fuhr unser Car im Hotel ein. Noch etwas verschlafen, aber voller Vorfreude wurden dann Koffer ausgeladen und fleissig rumgestanden.

Die erste Überraschung folgte gleich: Unsere Bungalows waren schon bereit. Also rein, Taschen abwerfen, einmal tief durchatmen… und los ins Geländespiel.

Nach dem Mittagessen der heute ausnahmsweise serviert wurde, ging es für die Leitenden in die Sitzung.

Den Nachmittag verbrachten wir am Strand: Beim Sportturnier wurde gerannt, gelacht und Vollgas gegeben. Danach haben sich einige überwunden, ins kalte Wasser zu springen. Ein paar andere haben ein riesiges Loch gebuddelt…der Grund dafür war nicht bekannt.

Der Abend begann gemütlich mit einem Apero, bevor das Buffet zum Abendessen alle glücklich machte. Der darauffolgende Input «Wer bist du im Dorf» sorgte für spannende Gespräche, viel Interaktion und einen ruhigen, nachdenklichen Abschluss, später im Bungalow.

Trotz der super Organisation war alles zu Beginn ein bisschen chaotisch und brauchte Zeit, um sich einzupendeln. Doch wir haben uns diese Zeit genommen und nun kann es richtig losgehen.

Wir freuen uns schon jetzt, was der morgige Tag alles für uns bereithält.

Sonntag, 04.10.2026

Der heutige Tag startete sportlich. Im Morgensport ging schon nach kurzer Zeit allen kräftig die Pumpe, sodass das Morgenessen sehnlichst erwartet wurde. Kaum im Restaurant angekommen, stürzten sich unsere «fast Verhungerten» auf das Buffet.

Während dem spannenden Input von Andrea wurden die Kinder zum Denken angeregt, gleichzeitig gehörten auch viel Bewegung und Austausch zum Programm. Ach, und ausserdem hatten Asterix und Obelix heute ihren ersten Auftritt als unsere Lagermaskottchen – natürlich ein grosses Highlight für alle.

Nach einer kurzen Freizeitsequenz ging es ans Kochen. Heute waren die Teilnehmer*innen selbst an der Reihe, und ab etwa 11:15 Uhr wurde fleissig in der Pfanne gerührt. Die Rösti und Spiegeleier waren schnell gegessen, und wer zu spät gekommen wäre, hätte nichts mehr gehabt. Zum Glück waren aber alle pünktlich am Tisch.

Frisch erholt – oder so – machten wir uns mit dem Carfahrer auf den Weg nach Comacchio. Comacchio ist auch als «das kleine Venedig» bekannt. Einerseits erinnert das Städtchen mit seinen Kanälen, Brücken, Booten, dem grossen Markt und den vielen Menschen tatsächlich daran, andererseits sind viele Orte überraschend ruhig, und schon nach wenigen Minuten Spaziergang wirkt der Ort eher wie eine fast verlassene Öde.

Zurück im Hotel gab es Zeit am Strand: Baden, Volleyball spielen und einfach geniessen – bis es dunkel wurde. Fünfzehn Kinder spielten so begeistert Volleyball, dass sie auf direktem Weg zum Abendessen kamen. Sonst hätte die Zeit nicht mehr gereicht. Die andere waren im Wasser oder am Sandstrand, die Sonne am Geniessen.

Am Abend gestalteten alle fleissig ihre Reisetagebücher. Die Ergebnisse waren unfassbar schön, und alle gaben sich richtig Mühe.

Zum Abschluss sassen wir in den Bungalows zusammen und sprachen über Momente, die schwierig waren und die wir trotzdem überwunden haben. Ein ruhiger, ehrlicher Abschluss eines wundervollen Tages voller Beach, Sightseeing und Kreativität.

Montag, 05.10.2026

Der heutige Tag begann wie gewohnt mit Morgensport, Frühstück und dem ersten Input. Dieser war sehr interessant und wurde von einem überaus expressionistischen Theater begleitet, das Rolf und Claude gestaltet haben. Deshalb möchte ich den Moment nutzen und euch den Input etwas näherbringen.

«Will ich überhaupt in Gottes Team gehören?» – dieser Frage widmete sich der heutige Denkstoff. Unser Leben ist voller Entscheidungen, und täglich schlagen wir viele Wege ein. Ein Mensch trifft zwischen 20.000 und 35.000 Entscheidungen pro Tag…das kann ganz schön überfordernd sein. Auch Asterix muss ständig Entscheidungen treffen, oft sogar für Obelix, der ja nicht immer selbst mitdenkt. Die Kinder durften heute für sich herausfinden, wie sehr sie auf Gott vertrauen, wie nah sie ihm stehen und was sie ihrem Zukunfts-Ich vielleicht raten würden. Zum Abschluss schrieb jede*r eine Postkarte an sich selbst, die Rolf nach den Ferien verschicken wird. Ein späterer Rückblick und eine Erinnerung an die schöne Zeit und die Gedanken, die hier entstehen dürfen.

Danach ging es ans Mittagessen: Heute stand Reis Casimir auf dem Programm, die Teilnehmer*innen haben wieder fleissig gekocht und wir sind wirklich stolz, wie gut sie die Küche beherrschen (nein, das ist nicht ironisch gemeint). Danach fand der Leiterhöck statt.

Um Gott auf seinem Weg einzuladen, braucht es Vertrauen. Auch dann, wenn Zweifel da sind. Passend dazu gestalteten Giulia und Anja am Nachmittag ein Programm zum Thema Vertrauen am Strand. Die Kinder meisterten verschiedene Aufgaben: gemeinsam als Team über ein gespanntes Seil klettern, ohne es zu berühren, sich blind führen lassen, einen Vertrauensfall wagen oder ein beschriebenes Bild allein anhand der Beschreibung einer Zweitperson in den Sand zeichnen.

Später wurde wieder viel Volleyball gespielt, gelacht und gebadet. Den entspannten Abschluss bildeten der Filmabend und die gesponserten Glaces. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön dafür.

Die Leiter*innen hatten während des Films «Ausgang» und gingen zusammen ins Restaurant, um Burger und Pinsa zu essen. Für einige gab es auf dem Heimweg sogar noch ein Glace.

Ein wunderschöner Abschluss und ein noch schönerer Tag, geht zu ende.

Dienstag, 06.10.2027

Der Morgen verlief ruhig und da der Nachmittag umso mehr besonderes liefert, möchte ich lieber darauf eingehen.

Rund um die Bungalows im Gelände, warteten abwechslungsreiche Spiele und lässige Workshops auf die Jugendliche. Beim Yoga kamen alle in Bewegung, parallel lief ein aktives Geländespiel. Wer lieber etwas Neues lernen wollte, mixte diverse feine Mocktails, schnitt selbst kleine Videos oder gestaltete kreativ einen oder sogar mehrere Bibelverse. Danke an alle für die sorgfältige Vorbereitung und die kreativen Ideen.

Nach den Workshops folgte eine entspannte Strandfreizeit: Baden, Volleyball spielen, Sandburgen bauen oder einfach die Sonne geniessen, jede*r fand etwas Passendes.

Am Abend war eine Gesprächsrunde am Feuer geplant. Da der Strand kalt war und Feuerverbot herrschte, verlegten wir sie kurzerhand in den Gruppenraum. Leuchtstäbli ersetzten das Feuer, Stühle wurden zu Kreisen zusammengeschoben, und schon konnte der Austausch beginnen. Die Jugendliche hatten den Tag über Fragen zu Gott oder zum Glauben gesammelt, anonym aufgeschrieben und nun wurden sie vorgelesen und in kleinen Gruppen besprochen. So entstand eine ehrliche, spannende Runde mit vielen neuen Perspektiven und Ansätzen.

Zum Abschluss gab es nochmals ein Geländespiel mit verschiedenen Posten: Kreuzworträtsel, Tast-Box, Büchsenwerfen, Liegestütz‑Challenge und mehr. Mit den erspielten Münzen bei den Posten, konnten die Gruppen Zutaten für ihren Zaubertrank kaufen…doch die Auswahl der Zutaten war tückisch, da nicht daran gerochen werden durfte, und nur die Augen den Entscheid beeinflussten, gab es gute oder weniger gute Überraschungen. Die Jury kürte am Ende den besten Mix und überreichte jener Gruppe einen kleinen Preis.

Danach waren alle so müde, dass der Abend rasch endete. Zufrieden, ausgepowert und voller Eindrücke schliefen alle schon sehr bald ein.

Mittwoch, 07.10.2026
Der Morgen begann nass. Allerdings nicht wegen dem Regen, der eigentlich (wenn man dem Wetterbericht Glauben schenkt) vom Himmel tropfen sollte, sondern weil Aaron einen besonderen Morgensport vorbereitet hatte. Mit Wasserballonen und dem Motto «der Schnellere ist der Geschwindere» startete der Tag sportlich. Danach zogen sich einige Jugendliche gerne um, bevor es zum Morgenessen ging und sie sich die Bäuche vollschlugen.

Ich habe wohl noch nie erwähnt, dass unsere Tische im Wintergarten des Restaurants stehen. Auch wenn es zum Glück noch nicht Winter ist, ist es wunderschön, dort hinter dem Glas zu sitzen, denn es ist windgeschützt und man hat einen perfekten Blick auf den Strand und das Meer. Ein herrlicher Ort, um entspannt in den Tag zu starten.

Um 13:15 Uhr fuhren wir nach Ravenna. Nach rund 35 Minuten kamen wir an. Priska hatte ein Geländespiel organisiert, angelehnt an einen Foxtrail, durch die Stadt. Die Leiter*innen erkundeten währenddessen selbstständig die Umgebung, besichtigten zwei Kirchen mit beeindruckenden Mosaiken und liessen sich kulinarisch verwöhnen. Auf der Rückfahrt nutzten einige die optimale Gelegenheit für ein kleines Nickerchen.

Zurück im Hotel gab es «endlich» Freizeit. Der Strand wurde weiterhin fleissig genutzt, andere gönnten sich eine ausgiebige Dusche oder machten einen kurzen Einkauf.

Nach dem Abendessen folgte ein kreativer Teil: Mit Fingerfarben Fussabdrücke gestalten als Sinnbild für «den eigenen Weg gehen», kleine Holzkreuze verzieren und Bändeli knüpfen oder sich Zeit für eine Selbstreflexion nehmen und Fragen aufschreiben und/oder beantworten.

Danach gab es nochmals etwas freie Zeit, welche die besonders Pflichtbewussten bereits für die erste Ladung «Packetis» nutzten.

Der weitere Abend verlief dementsprechend ruhig. Alle waren müde und es ist doch schön, wenn die Jugendlichen erschöpft, zufrieden und voller Eindrücke ins Bett fallen. Dann bleibt auch für uns Leiter*innen die Chance, ein paar zusätzliche Schlafstunden zu sammeln… nur falls wir dies wollen würden natürlich.